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Glossar


Abdomen, abdominal (lat.) Bauch, Unterleib; zum Bauch gehörig

Ablatio Amputation, operative Entfernung eines gesamten Organs, z. B. der weiblichen Brust

Absetzungsränder, positive, negative Durch die Untersuchung des Operationspräparates lässt sich feststellen, ob mit der radikalen Entfernung der Prostata das Prostatakarzinom ganz aus dem Körper entfernt wurde. Sollte das Karzinom die Prostatakapsel als Organgrenze überschritten haben und die chirurgischen Absetzungsränder erreichen, spricht man von positiven Absetzungsrändern (R1, R2), bei tumorfreien Schnitträndern dagegen von negativen Absetzungsrändern (R0).

ACVB Abk. f. Aorto-Coronarer-Venen-Bypass
Bypass überbrückt koronare Gefäßverengung mit Vene

Adenokarzinom Krebs des drüsenbildenden Gewebes

Adenose, sklerosierende Gutartige Wucherung des Drüsengewebes der Brust (Drüsenläppchen)

Adipositas Übermäßige Ansammlung von Fettgewebe im Körper (Fettleibigkeit, Fettsucht)

Adjuvante Strahlentherapie (lat. adjuvant unterstützend)
Therapie wird nach der Behandlung angewandt (vgl. auch neoadjuvant)

Afterloading-Verfahren So genannte Nachladetechnik; Form der Strahlentherapie mit Einlegung eines leeren Applikators in das zu bestrahlende Körperteil und anschließend automatischer Einbringung des verkapselten Radionuklids durch Schläuche. Dieses Verfahren ermöglicht die Bestrahlung des Tumors mit nur geringer Belastung des umliegenden Gewebes.

AGO Abk. f. Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie

AICD Abk. f. Automatischer implantierbarer Defibrillator

Analgetisch Aufhebung der Schmerzempfindung infolge Schädigung sensibler Leitungsbahnen des zentralen oder peripheren Nervensystems oder durch Medikamente (Analgetika), z. B. während Narkose oder Lokalanästhesie

Anämie Mangel an roten Blutkörperchen (Erythrozyten)

Angina pectoris Reduktion des Durchmessers einer Koronararterie (Herzkranzgefäßverengung)

Angiogenese Blutgefäßneubildung; wachsende Tumoren regen die Angiogenese an, um ihren Nährstoff- und Sauerstoffbedarf sicherzustellen

Angiographie Darstellung von Blutgefäßen mithilfe bildgebender Untersuchungsverfahren

Anteroseptal Der vordere Teil des interventrikulären Septums

Antiandrogene Substanzen, die gegen die Androgene wirken. Sie blockieren die Andockstellen (Rezeptoren) für das Testosteron (männliches Hormon).

Apikal (lat. apex Spitze)
Auf die Spitze bezogen

Apoptose Form des programmierten Zelltods, der im Gegensatz zur Nekrose aktiv von der Zelle durchgeführt wird

Arrhythmie (griech. für "unrhythmisch")
Herzrhythmusstörung

Arteria colica media Mittlere Dickdarmarterie

Arteria mesenterica superior Obere Eingeweidearterie

Arteriosklerose (auch: Atherosklerose) Entzündliche Erkrankung der Gefäßwand (Gefäßverkalkung)

Assist device Mechanisches Kreislaufunterstützungssystem bei Herzinsuffizienz

Atelektase (gr. telos Ende, ektasis Ausdehnung)
Fehlende Belüftung von Lungenabschnitten

Atherogenese Atherogen = Gefäßveränderungen fördernd

Ausscheidungsurographie Form der Röntgendarstellung der ableitenden Harnwege nach der Injektion eines Kontrastmittels

Axilla Achsel bzw. Achselhöhle

Basal (gr. Basis Grund, Grundlage)
An der Basis liegend

Benigne (lat. benignus gutartig)

BNP Abk. f. brain natriuretic peptide, B-Type Natriuretic Peptide
Hormon, das bei Herzinsuffizienz ausgeschüttet wird und mit dessen Hilfe der Schweregrad bestimmt werden kann

Brachytherapie (gr. brachy kurz, klein)
Kurzdistanzbestrahlung; eine Bestrahlung von innen, die zur klinischen Behandlung von Tumoren eingesetzt wird.

Bronchoalveolär Die Bronchien und die Alveolen betreffend

Bronchus (Syn. Bronchie)
Von der Trachea (Luftröhre) abzweigende röhrenförmige Verästelungen, die die Luft in die Alveolen (Lungenbläschen) transportieren.

C11, Kohlenstoff-11, C-11, 11C radioaktives Isotop des Elementes Kohlenstoff (12C)

CEA Abk. f. Carcino-Embryonales-Antigen
Tumormaker; bei Kolonkarzinomen ist der CEA-Anstieg der empfindlichste nicht-invasive Hinweis auf das Vorliegen eines Rezidives und/oder einer Fernmetastasierung

Chemokine Unterfamilie der Zytokine mit chemotaktischer Aktivität

CT Abk. f. Computertomographie
Bildgebende radiologische Untersuchungsmethode, die ein digitales Schnittbild eines ausgewählten Körperteils liefert (Computertomogramm)

CT-Fluoroskopie Ermöglicht eine bildliche Darstellung der anatomischen Situation in Echtzeit

Culprit vessel Für die Ischämie- oder angina-pectoris-Problematik verantwortliches Gefäß

CUP Abk. f. carcinoma of unknown primary
Karzinom bei unbekanntem Primärtumor

Cx Abk. f. circumflex artery

Dacryozystitis Tränensackentzündung

Dekompensation (lat. Unausgeglichenheit, Entgleisung)
Nicht mehr ausreichender Ausgleich (Kompensation) der Fehlfunktionen eines Organsystems

Dignität (lat. dignitas Würde, hier im Sinn von Wertigkeit)
Bezeichnet eine Eigenschaft von neoplastischen Tumoren: benigne (gutartig) oder maligne (bösartige) Tumoren

Dilatation Aufdehnen von Organen (z. B. krankhaft verengter Blutgefäße)

Dissektion (lat. dissecare zerschneiden)
Chirurgische Entfernung von Weichteilgewebe oder Lymphknoten

Dissemination (lat. disseminare aussäen)
Ausbreitung, z. B. von Krankheitserregern

Dorsal (lat. dorsum Rückseite, Rücken)
Zum Rücken gehörend, nach dem Rücken hin liegend, rückseitig

Dosimetrie Messung der Energiedosis (z. B. Strahlendosis)

Downstaging Der Einsatz einer Behandlung (z. B. Hormontherapie), um das Ausmaß des Tumors zu verringern bevor eine andere kurative Therapie eingesetzt wird.

DRG Abk. f. Diagnosis Related Groups, Diagnosebezogene Fallgruppen
Fallpauschalensystem, das zur Vergütung der einzelnen Krankenhausfälle verwendet wird

DRU Abk. f. Digital-rektale Untersuchung
Untersuchung des Rektums (Mastdarms) und der benachbarten Organe (z. B. der Prostata) mit dem Finger (lat. digitus)

EBT Abk. f. electronic beam tomography, Elektronenstrahltomographie

Ejektionsfraktion (EF)
Fraktion des ausgeworfenen Blutes der linken Herzkammer

Ektomie (gr. aus, heraus; Schnitt)
Herausschneiden; totale operative Entfernung eines Organs

Embolie (gr. emballo = hineinwerfen)
Blutgefäßverschluss durch einen Gefäßpfropf

Endokardial Dem Herzmuskel innen anliegend

Endothel (lat.: endothelium)
Dünne Zellschicht, die die Blutgefäße innen auskleidet und so das Gewebe vom Blut trennt

Entität (lat. entitas Wesen, Seiendes)
Syn. für Krankheit(sart)

Epikardial Dem Herzmuskel außen anliegend

Expression, exprimieren (lat. exprimere ausdrücken) s. Genexpression

Exstirpation (lat. exstirpare = herausreißen)
Operative Entfernung eines ganzen Organs; vgl. Resektion

Extrakapsulär (lat. extra außerhalb)
Außerhalb der (Prostata-) Kapsel

Extrapulmonal (lat. extra außerhalb; pulmo Lunge)
Außerhalb der Lunge gelegen

F18, Fluor-18, F-18, 18F Radioaktives Isotop des Elementes Fluor (19F)

FDG Abk. f. Fluorodeoxyglukose

Femur Oberschenkelknochen

Folinsäure (auch Folsäure oder Pteroylglutaminsäure)
Hitze- und lichtempfindliches, wasserlösliches Vitamin aus dem B-Komplex

Ga68, Gallium-68, Ga-68, 68Ga Radioaktives Isotop des Elementes Gallium (69Ga)

Gastroenterologie (gr. gaster Magen)
Ein Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit den Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes beschäftigt

Gating (engl. getaktet, Steuerung; Synchronisierung)

Genexpression (lat. exprimere ausdrücken)
Bildung eines von einem Gen kodierten Genproduktes, vor allem von Proteinen oder RNS (Ribonukleinsäure)-Molekülen.

Gleason-Grading, Gleson-Score Einteilung nach Gleason (1960), die auf der Bewertung der Wachstumsmuster der Prostatakarzinome basiert. Ein ansteigender Punktwert steht für die zunehmende Abweichung von der originären drüsigen Struktur. Die Summe aus zwei Punktwerten einer Skala von 1 bis 5 ergibt den sogenannten "Gleason-Score" des Prostatakarzinoms (z. B. 1 + 2 = 3).

Glia-Zellen Zellen, die sich strukturell und funktionell von den Neuronen im Nervengewebe abgrenzen lassen

Gliom Hirntumor aus einer unkontrollierten Proliferation einer Glia-Zelllinie im Zentralnervensystem

Goldstandard Eine z. Z. als beste und am zuverlässigsten geltende Methode zum Nachweis oder Ausschluss einer Erkrankung

Gray (Abk.: Gy) Maßeinheit für die Energiedosis D, die die Wirkung von ionisierter Strahlung auf Materie angibt

Gy s. Gray

Hämodynamisch den Blutfluss in den Blutgefäßen betreffend

Halbwertszeit Die physikalische Halbwertszeit ist die Zeit, nach der die Hälfte einer bestimmten Zahl von radioaktiven Atomkernen zerfallen ist. Nach Ablauf der Halbwertszeit sind sowohl Menge als auch Aktivität eines radioaktiven Stoffes auf den halben Wert gesunken. Jedes Radionuklid hat eine für sich charakteristische physikalische Halbwertszeit, die von Bruchteilen von Sekunden bis zu Milliarden von Jahren reichen kann.

hepatozelluläres Karzinom (HCC) Leberkarzinom

Herceptin® Handelsname eines monoklonalen Antikörpers (Trastuzumab), der zur Therapie des Brustkrebses angewandt wird

Herzinsuffizienz Herzschwäche

Hibernation Endogener kardioprotektiver Mechanismus zum Schutz von unzureichend durchblutetem Herzgewebe

HIFU Abk. f. Hochintensiver fokussierter Ultraschall
Verfahren der Onkologie, wobei mit hochkonzentrierter Ultraschallenergie Tumorgewebe mechanisch und thermisch zerstört wird

Hormonrefraktär Hormon-unempfindlich

Hounsfield-Einheit Einheit der Röntgendichte, benannt nach Godfrey N. Hounsfield, der 1968 das erste Computertomographiesystem konstruierte

Hydronephrose Rückstau des abzuleitenden Harns in das Nierenbecken und Kelchsystem

Hydroxyprolin Aminosäure, deren Ausscheidung im Urin ein zuverlässiger Parameter des Kollagenstoffwechsels ist

Hyperplasie Reizabhängige und reversible Gewebsneubildung

Hyperthermie Überwärmungstherapie; Verfahren der Onkologie, das die erhöhte Sensibilität überwärmter Zellen gegenüber ionisierender Strahlung bzw. Zytostatika ausnutzt

Hyper-/Hypothyreose Schilddrüsenüberfunktion/Schilddrüsenunterfunktion

Hypogonadismus hormonale Unterfunktion der Gonaden (männliche Keimdrüsen), einschließlich der damit bedingten Krankheitszeichen

Hypoxie Sauerstoffunterversorgung

Idiopathisch Erkrankung unbekannter Ursache

Immunszintigraphie Dient zum Nachweis von Entzündungen bzw. Tumoren; die Immunszintigraphie mit monoklonalen Antikörpern (MAk) oder deren Fragmenten basiert auf dem biologischen Prinzip der Antigen-Antikörper-Reaktion. Die verwendeten MAk sind gegen verschiedene tumorassoziierte Antigene gerichtet. Sie werden in die Blutbahn gespritzt und ihre Anreicherung im Körper mit einer Kamera zu verschiedenen Zeitpunkten aufgenommen.

IMRT Abk. f. Intensitätsmodulierte Radio-Therapie
Eine spezielle Form der Strahlentherapie, bei der die Intensität der Strahlendosis innerhalb des Bestrahlungsfeldes "moduliert", d. h. dem Gewebe angepasst werden kann

IMT Abk. f. den SPECT-Tracer I-123-Iod-alpha-methyl-tyrosin

In111, Indium-111, In-111, 111In Radioaktives Isotop des Elementes Indium (115In)

Inferior (lat. der untere)

Infiltration (lat. in hinein; filtrum Seihetuch)
Bei Tumoren: Wachstum in das umliegende Gewebe hinein und dessen Zerstörung

Inflammation (lat. Inflammatio = Entzündung)

Inhibitoren Hemmstoffe

Innervation (lat. nervus = Nerv)
Nervenversorgung, Nervenwirkung

Invasiv (lat. invasiv eindringend, eingreifend)

Invasiv-duktal Die Grenzen der Milchgänge (lat. ductuli) durchbrechend

Inzidenz Gibt die Anzahl von Neuerkrankungen in einem Kollektiv oder einer Population während einer bestimmten Zeit an

Irinotecan Chemotherapeutikum zur Behandlung von Krebserkrankungen

Ischämie (gr. isch~ - der Halt und häma - das Blut) auch Blutleere
Unterversorgung eines Gewebes bzw. eines ganzen Organs (z.B. des Herzens) mit Sauerstoff

Isodosen Linien, die eine gleicher Energiemenge beschreiben

Isotope Atome mit gleicher Ordnungs- aber verschiedener Massenzahl, d. h. bei gleichbleibender Anzahl von Protonen variiert die Anzahl der Neutronen im Kern. Isotope eines Elementes weisen im Allgemeinen das gleiche chemische Verhalten auf, können aber radioaktiv zerfallen.

Kalziumscore, auch Kalkscore Zeigt quantitativ den Grad der Verkalkungen der Herzkranzgefäße an

Karzinose (auch Karzinomatose)
Ausgedehnte Besiedlung einer Körperhöhle oder des gesamten Körpers mit Tochtergeschwülsten eines bösartigen Tumors

Kernspin-Tomographie (auch Magnetresonanz-Tomographie, MRT)
Bildgebende Untersuchungsmethode, die zur Beurteilung der lokalen Tumorausbreitung genutzt wird; die Weichteile werden mit Hilfe starker, veränderlicher Magnetfelder und Radiowellen dargestellt.

Kinese (griech. Kinesis)
Bewegung; bei Bewegungsstörungen Unterscheidung zwischen Hypo-, A- und Dyskinesie

Körperphantom Wird in der Nuklearmedizin zur Simulierung eines menschlichen Körpers eingesetzt

Komplettremission Eine vollständige Entfernung des Tumors (R0 und keine Metastasen)

Knochenszintigramm nuklearmedizinische Methode zur bildlichen Darstellung der Knochenbeschaffenheit

Kolon Grimmdarm; Teil des Dickdarms

Kolonkarzinom Karzinom im Bereich des Kolon

Kolorektal Das Kolon (Grimmdarm) und Rektum (Mastdarm) betreffend

Konfokal Übereinander

Konformale Bestrahlung Zur Behandlung von Prostatakrebs angewandte Bestrahlung von außen

Kontralateral (lat. kontra gegen, wider; lateral seitlich)
Auf der gegenüberliegenden Seite gelegen

Koronarangiographie Angiographie der Herzkranzgefäße: spezielle Form der Röntgenuntersuchung, bei der die Koronararterien sichtbar gemacht werden

Koronarie auch Koronararterie, Die Herzschlagadern (Arteria coronaria dextra u. sinistra) einschließlich ihrer Äste

Koronarsklerose Chronische Erkrankung des Herzens, die durch atherosklerotische Veränderungen der Herzkranzgefäße (Koronararterien) ausgelöst wird

Kryoablation (gr. Kryo Kälte)
Kältetherapie, bei der das Gewebe der Prostata schnell und lückenlos abgekühlt wird und die Krebszellen abgetötet werden

LAD Abk. f. left anterior descending artery

Laparoskopie (gr. Flanke, Weiche)
Untersuchung der Bauchhöhle (Bauchspiegelung)

Läsion (lat. laedere verletzen)
Eine Schädigung, Verletzung oder Störung einer anatomischen Struktur oder Funktion

Late enhancement Später Anreicherung von Kontrastmittel

Leberhilus Lymphknoten der Leber

LH-RH Abk. f. Luteinisierungshormon-Releasing-Hormon
Ein Hormon, das die Hoden zur Testosteronproduktion anregt

LH-RH temporäre Hormonblockade Verminderung der Testosteronbildung im Hoden während einer Medikamenteneinnahme (LH-RH-Agonisten)

Ligatur Unterbindung, z. B. von Blut- u. Lymphgefäßen in Form einer Umschlingungs- od. Durchstichligatur

LM Abk. f. left main

Lobektomie Operative Entfernung eines Lungenlappens

Lymphadenektomie Operative Entfernung von Lymphknoten

Lymphadenopathie Sammelbegriff für Schwellungen der Lymphknoten

Lymphom Lymphknotenvergrößerung

Lymphodem Anschwellen eines Körperteils durch einen Abflussstau der Lymphe

Lymphonodus Lymphknoten

M0, M1, MX Beschreibt die Abwesenheit (M0) und Anwesenheit (M1) von Fernmetastasen nach der TNM-Klassifikation. Die Kombination MX bedeutet, dass keine sicheren Aussagen über Fernmetastasen getroffen werden können.

MAB Abk. f. Monoclonale antibody s. monoklonale Antikörper

Magnetresonanz-Tomographie, MRT (s. Kernspin-Tomographie)

Malignität, maligne (lat. bösartig)
Bösartigkeit; Bezeichnung für infiltrierende, d. h. in anderes Gewebe einbrechende und damit Tochterabsiedlungen bildende Geschwulste

Mammakarzinom Brustkrebs

Manschettenresektion Entfernung des tumorbefallenen Lungenlappens mit einem Bronchusabschnitt und Wiederannähen des Restbronchus mit dem nicht befallenen Lungenlappen an den Hauptbronchus

Marker Biologische Substanz (Protein, Enzym, Hormon), deren vermehrtes Vorkommen in Geweben oder Körperflüssigkeiten auf einen Krankheitszustand hindeutet (z. B. Tumormarker)

Mastektomie Operative Entfernung beider Brüste

Matrix Metallo-Proteinasen (MMPs)
Zink-abhängige Endopeptidasen

MDCT Abk. f. Multi Detektor Computertomographie
Bei einer Aufnahmedauer von 3-8 Sekunden werden bis zu 1400 Projektionen pro 360°-Drehung gemacht

mediastinal Das Mediastinum betreffend

Mediastinum Der Raum zwischen den Lungen (Mittelfellraum)

Mediastinoskopie Eine minimal-invasive Methode zur Exploration des Mediastinums mittels eines speziellen Endoskops (Mediastinoskop); s. a. VAMLA (Video-assistierte mediastinoskopische Lymphadenektomie)

Medullär Auf das Mark bezogen

Metabolisch Den Stoffwechsel betreffend

Metaboliten Zwischenprodukte, die bei der biochemischen Umwandlungen (Stoffwechselreaktionen) im Organismus entstehen

Metallo-Proteinasen Familie von Enzymen aus der Gruppe der Proteinasen (Untergruppen: Metallocarboxypeptidasen und Metalloendopeptidasen)

Methionin Essenzielle Aminosäure, wichtigster physiologischer Lieferant von Methylgruppen

MIBI Abk. f. den SPECT-Tracer 99mTc-Hexakis-Methoxy-isobutyl-isonitril

Mitogen Stimulierend auf die Zellteilung und somit auf die Wachstumsrate von Geweben einwirkend

Monoklonale Antikörper (Mak), MAB (Abk. f. Monoclonale antibody)
Monoklonale Antikörper werden im Labor mit Hilfe von unsterblich gemachten Immunzellen gebildet, die einer einzelnen Ursprungszelle entstammen (monoklonal). Sie sind auf die Erkennung nur einer bestimmten Struktur oder eines bestimmten Merkmals spezialisiert.

Morbidität (lat. morbidus krank)
Krankheitshäufigkeit

Mortalität (lat. mortalitas Sterben)
Sterblichkeit

MRT Abk. f. Magnetresonanz-Tomographie s. Kernspin-Tomographie

MSCT Abk. f. multislice computertomography, Mehrschicht-Computertomographie

Myokard Herzmuskel, Herzmuskelgewebe

Myopathie Durch Entzündung oder Überbeanspruchung hervorgerufene Erkrankung der Muskelzellen

Myozyte Muskelzellen

Natriumiodid-Symporter Ein Transportprotein der basalen Zellmembran

Neck-Dissection (eng. Halspräparation)
Radikaloperation mit Ausräumung aller Lymphknoten des Halses bei einer Tumoroperation im Kopf-Hals-Bereich

Nekrose Absterben von Gewebe; z. B. im Innern eines schnell wachsenden Tumors

Negativ-prädiktiver Wert s. Prädiktivwerte

Neoadjuvante Strahlentherapie Therapie wird vor der eigentlichen Behandlung angewandt (vgl. auch adjuvant)

Neomyogenese Neubildung von Muskelzellen

Neovaskulogenese Neubildung von Gefäßen

neurovaskuläres Bündel Nervenäste, die seitlich entlang der Prostata liegen und für die Erektion verantwortlich sind

Nicht-rigide Elastisch; hier: rechenintensives Verfahren zur Bildregistrierung in der medizinischen Bildverarbeitung

Niereninsuffizienz Akute oder langsame Abnahme der Nierenfunktion

Nierenparenchym Spezielle Nierenzellen, die die Aufgaben der Harnbereitung erfüllen

N-Staging Beurteilung des Lymphknotenstatus nach der TNM-Klassifikation
TNM-Klassifikation des Prostatakarzinoms (UICC 2002)*:
N - Regionäre Lymphknoten
NX Regionäre Lymphknoten können nicht beurteilt werden
N0 Kein Anhalt für regionäre Lymphknotenmetastasen
N1 Regionärer Lymphknotenbefall
*Union Internationale contre le Cancer

Nuklid Bezeichnung für eine Atomart, die sich im Bau ihres Kernes von anderen Atomarten unterscheidet

NYHA-Klassifikation Von der New York Heart Association publiziertes Schema zur Beurteilung des Schweregrades der Herzinsuffizienz

Onkogen Onkogene regen den Zellteilungszyklus in normalen Zellen an und begünstigen Krebs

Ossär (lat. os Knochen)
Den Knochen betreffend

Ösophaguskarzinom Krebs der Speiseröhre

Osteoklasten Zellen, die Knochensubstanz abbauen

Osteolyse Auflösung und Abbau von Knochengewebe z. B. bei Knochentumoren oder -entzündungen

Osteoplastische Metastase Knochenbildende Metastase

Oxaliplatin Ein zytostatisch wirksamer Arzneistoff, der in Kombination mit 5-Fluorouracil (5-FU) und Folinsäure (FS) zur Therapie des kolorektalen Karzinoms angewandt wird

Oxygenierung Versorgung mit Sauerstoff

p 53 Ein Tumor-Suppressorgen, das in der normalen gesunden Zelle die ungezügelte Teilung der Zelle verhindert; s. a. Onkogen

Palliativ (lat. palliare mit einem Mantel bedecken)
Gegen Symptome, aber nicht gegen die Ursache einer Erkrankung wirkend

Palpation (lat. palpare tasten)
Untersuchung durch Betasten

Pancoast-Tumor (Syn. apikaler Sulkustumor)
Rasch fortschreitendes peripheres Bronchialkarzinom

Paraaortal (gr. para neben)
In der Nähe der Aorta

Peak (engl. Spitze)
Bezeichnung für Maximum, Spitze innerhalb eines Kurvenverlaufs

Pelvin Das Becken betreffend, zum Becken gehörend

Perfusion Durchströmung von Flüssigkeiten durch Organe, Gewebe, Blutgefäße

Perfusionsszintigramm Nuklearmedizinischen Untersuchungsverfahren zur Darstellung der Lungendurchblutung

Perikard (lat. Pericardium = Herzbeutel)
Doppelwandiger Beutel, der das Herz umhüllt

Perineal Das Perineum (Damm) betreffend

Peritoneal Das Peritoneum (Bauchfell) betreffend

Perkutan (lat. cutis Haut)
Durch die Haut hindurch
Persistierend (lat. persistere = andauern)

PET Abk. f. Positronen-Emissions-Tomographie
Ein bildgebendes Verfahren der Nuklearmedizin, das Stoffwechselabläufe im Körper dreidimensional darstellen kann (funktionelle Bildgebung)

Phosphatasen Für den Stoffwechsel wichtige Enzyme; eine erhöhte Konzentration der sauren Prostata-Phosphatasen deutet auf Prostatakrebs.

Phospholipide Syn. Phosphatide; komplexe Lipide, die Phosphorsäure in Esterform enthalten, Hauptbestandteile biologischer Membranen

Phosphorylcholin Entsteht im Körper durch die Anlagerung eines Phosphorsäurerest an Cholin (Phosphorylierung)

Physiologisch Auf normale Lebensvorgänge im Organismus und auf Abläufe der Körperfunktionen bezogen

Plaque (frz. plaque = Platte, Fleck, Schild)
Ablagerung an der Innenwand arterieller Blutgefäße

Pleura (gr. Seite, Flanke, Rippe)
Brustfell

Plexus (lat. Geflecht)
Geflechte aus Nervenfasern oder Blutgefäßen

Pneumonektomie Operative Entfernung eines gesamten Lungenflügels

Positiv prädiktiver Wert s. Prädiktivwerte

Posteroseptal Der hintere Teil des interventrikulären Septums

Präcardial Vor dem Herzen gelegen

Prädiktivwerte, PPV, NPV (Abk. f. positive predictive value; negative predictive value)
Geben die Erkrankungswahrscheinlichkeit an; mit dem positiven (negativen) Prädiktivwert wird abgeschätzt, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass die Krankheit (nicht) vorliegt. vgl. Sensitivität

Prävalenz Die Häufigkeit einer bestimmten Krankheit in einer Bevölkerung zu einem bestimmten Zeitpunkt; sie ermittelt sich aus dem Quotienten aus der Anzahl der betroffenen Individuen in einer Population und der Anzahl aller Individuen dieser Population.

Progenitorzelle Vorläuferzelle

Progredient Fortschreitend, progressiv

Proliferation Schnelle Wachstum bzw. Vermehrung oder Wucherung eines Gewebes durch beschleunigte Zellteilung

Prostatahyperplasie, benigne Gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostata)

Prostatitis Akute oder chronische unspezifische Entzündung der Prostata

Prostatektomie, radikale Entfernung der Prostata zusammen mit Prostatakapsel, den Samenbläschen sowie den Endstücken der Samenleiter

Prostatovesikulektomie s. Prostatektomie

Proteinasen Enzyme, die Proteine spalten

Protein-Tyrosin-Phosphatasen (PTPs) Bilden eine Familie eng verwandter regulatorischer Schlüsselenzyme, deren Fehlfunktionen u. a. mit Krebs in Verbindung gebracht werden

Proteomik Erforschung des Proteoms, d. h. der Gesamtheit aller in einer Zelle oder einem Lebewesen exprimierten Proteine

Protonentherapie Therapie zur gezielten Zerstörung von Tumorzellen durch energiereiche Protonenstrahlung

PSA Abk. f. Prostata-spezifisches Antigen
Ein Protein, das von den Prostatadrüsen gebildet wird; da die PSA-Bildungsrate von Karzinomzellen erheblich größer ist als die normaler Prostatazellen, kann das PSA als Tumormarker genutzt werden.

pT3 s. TNM-Klassifikation

PTCA Abk. f. Perkutane transluminale coronare Angioplastie
Verfahren zur Erweiterung verengter Herzkranzgefäße

Pulmologie (lat. pulmo Lunge)
Die Lehre von der Erkrankung der Lungen und der Bronchien

Pyelographie, retrograd (gr. pyelos Becken)
Eine radiologische Darstellung der Harnleiter und des Nierenbeckens; hierzu wird ein dünner, speziell geformter Harnleiterkatheter rückwärts (retrograd) in den Harnleiter eingeführt.

R0, R1, R2 Beschreiben das Fehlen oder Vorhandensein von Resttumorgewebe nach der Operation (vgl. Absetzungsränder): R0 = kein Resttumor, R1 oder R2 = Resttumor unterschiedlichen Ausmaßes, RX = Vorhandensein von Residualtumor kann nicht beurteilt werden.

Radiatio Bestrahlung, Ausstrahlung

Radiofrequenz-Ablation, RFA (auch Hochfrequenz-Thermoablation oder Thermoablation)
Durch hochfrequenten elektrischen Strom wird in einem eng umschriebenen Areal Hitze erzeugt und damit Gewebe zerstört

Radionuklide Instabile Atomarten (Isotope), die dem radioaktiven Zerfall unterliegen (Radioaktivität) und sich direkt oder über radioaktive Zwischenprodukte (Tochternuklide) in stabile Nuklide umwandeln

Radiopharmakon Mit einem Radioisotop markierte Substanz

RCA Abk. f. right coronary artery

Refraktär (lat. refractarius widerspenstig)
Unempfänglich, nicht beeinflussbar

Refraktärphase (lat. refractarius widerspenstig)
Erholungsphase nach der Depolarisation, in der reizbares Gewebe vollständig oder schwer erregbar ist

Rektum Mastdarm; Teil des Enddarms

Reperfusion Wiederdurchblutung der Organe oder Gefäße, z. B. nach einem Herzstillstand

Reporter-Gene Mit ihrer Hilfe werden Genregulation überprüft; ersetzt man z. B. ein bestimmtes Gen durch ein Reporter-Gen, kann analysiert werden, wie stark dieses Gen exprimiert wird.

Resektion, resizieren (lat. Wegschneiden)
Operatives Entfernen von Gewebe oder Organteilen; vgl. Exstirpation

Respiratorisch Durch Atmung

Respiratory gating (engl.: atmungsgesteuert)

Retropubisch (lat. pubes Schamgegend) Eine retropubische Operation erfolgt durch Bauchschnitt

Retroperitoneal Hinter der Bauchhöhle liegend

Retrospektives EKG-Gating (auch "retrograde Triggerung")
Parallel zur Bildgewinnung wird ein EKG durchgeführt. Die Berechnung der Bilder erfolgt im Nachhinein anhand der Zuordnung zu der jeweils vorliegenden Phase der Herzerregung im EKG

Revaskularisation (chir.) Verbesserung der Durchblutung minderversorgter Gewebe durch Verf. der Gefäßchirurgie

Rezidiv (lat. recidere zurückfallen)
Rückfall; Wiederauftreten einer Krankheit nach Abheilung

Rhabdomyosarkom Bösartiger Weichteiltumor, der aus entarteten Zellen der Skelettmuskulatur herrührt und besonders häufig im Kopf/Hals- und Urogenital-Bereich auftritt

ROC-Analyse Abk. f. Receiver-Operating-Characteristics
Methode zur Auswertung der PSA-Werte

SA Abk. f. short axis

second messenger Moleküle, die als Bindeglieder im Signalsystem hydrophiler Hormone oder Neurotransmitter dienen

Seeds (engl. Samenkörner)
Kleine, radioisotopenhaltige Nadeln oder Körner, die zur inneren Strahlentherapie in das Tumorgewebe eingebracht werden

Sensitivität Gibt die Wahrscheinlichkeit eines positiven Testbefundes bei erkrankten Personen an

Septorhinoplastik Plastische Korrektur der äußeren und inneren Nase

Shunt (eng. Abzweig, Nebenanschluss)
Verbindung mit Flüssigkeitsübertritt (z. B. Blut) zwischen normalerweise getrennten Gefäßen oder Hohlräumen

Situs (lat. Lage)
Die Lageverhältnisse der inneren Organe zueinander

Sklerosierung Umwandlung und Verhärtung des Bindegewebes eines Organs oder Organteils infolge pathologischer Entzündungsprozesse oder chronischer Hypoxie

Somatostatin Ein im Hypothalamus gebildetes Peptid (Eiweiß), das die Ausschüttung von Somatotropin hemmt

Somatostatin-Rezeptor An Somatostatin-Rezeptoren der Krebszellen können sich radioaktiv markierte Botenstoffe, die ins Blut gespritzt werden, anlagern

SPECT (Abk. für Single-Photon-Emissionscomputertomographie)
Syn. Schichtszintigraphie; rechnergestütztes Schichtaufnahmeverfahren der Szintigraphie; die von dem inkorporierten Radionuklid ausgehende Strahlung kann mit Hilfe von Ringdetektoren bzw. einer rotierenden Gammakamera gemessen werden und dient zur Berechnung von Schnittbildern der untersuchten Organe.

Spektroskopie Sammelbegriff für Verfahren, die die Aufnahme und Abgabe von Energie (z. B. in Form von Licht, Radiowellen, Gammastrahlung) einer Probe untersuchen

Spezifität Gibt die Wahrscheinlichkeit eines negativen Testbefundes bei nicht erkrankten Personen an und ist eine Maßzahl für den Anteil an Personen ohne Erkrankung, die einen (richtig) negativen Test haben

SRS Abk. f. summed rest score

SSS Abk. f. summed stress score

Staging engl. f. Stadierung

Stadierung Stadienbestimmung einer Krebserkrankung vor der eigentlichen Behandlung, s. a. N-Staging, TNM-Klassifikation

Stenose Verengung von (Blut-)Gefäßen

Supraclaviculär (lat. clavis - Schlüssel)
Oberhalb der Clavicula (Schlüsselbein) gelegen

Suppression Gen-Suppression bezeichnet die Unterdrückung oder Unterbrechung der Expression eines Genes

Suppressorgen Regulierendes Gen, das auf die Zellteilung hemmend wirkt; der Ausfall eines Tumorsuppressorgens (z. B. des Gens p53) kann die Tumorbildung begünstigen

SUV Abk. f. Standard Uptake-Value
Semiquantitativen Abschätzung eines Tumorstoffwechsels; er errechnet sich aus der Aktivität in der Läsion, bezogen auf die gesamte injizierte Aktivität zum Zeitpunkt der Applikation und Körpergewicht bzw. Körperoberfläche.
Symporter s. Natriumiodid-Symporter

Szintigraphie Nuklearmedizinisches bildgebendes Verfahren unter Verwendung kurzlebiger Radionuklide oder damit markierter Stoffe (Radiopharmaka), die in die Vene gespritzt werden; die Substanz reichert sich in den zu untersuchenden Organen, Geweben (z. B. Tumoren) mit hoher Stoffwechselaktivität an. Die räumliche Verteilungsdichte (Aktivitätsverteilung) der aus dem Körper austretenden emittierten Strahlung wird mit speziellen Geräten gemessen und als zweidimensionales Bild (Szintigramm) dargestellt.

T1, T2, T3, T4 Nach der TNM-Klassifikation werden Karzinome aufgrund ihrer Größe in verschiedene Stadien von T1 (unauffällig) bis T4 (weit fortgeschrittenes Karzinom) eingeteilt.
TNM-Klassifikation des Mammakarzinoms (1997):
T Primärtumor
TX Primärtumor kann nicht beurteilt werden
Tis Carcinoma in situ
T0 Kein Hinweis auf Primärtumor
T1 = 2 cm
T1mic = 0,1 cm
T1a = 0,5 cm
T1b = 1 cm
T1c = 2 cm
T2 > 2 - 5 cm
T2a Tumor erfasst einen Seitenlappen mit weniger als 50%
T2b Tumor erfasst einen Seitenlappen mit mehr als 50%
T2c Tumor erfasst beide Seitenlappen
T3 > 5 cm
T4 mit Infiltration von Haut2 und Brustwand
T4a Infiltration der Brustwand3Tumor erfasst einen Seitenlappen mit weniger als 50%
T4b mit Hautödem, -ulzeration Tumor erfasst einen Seitenlappen mit mehr als 50%
T4c T4a+T4b
T4d Inflammatorisch4

TNM-Klassifikation des Prostatakarzinoms (UICC* 2002):
T Primärtumor
TX Primärtumor nicht bestimmbar
T0 Kein Hinweis auf Primärtumor
T1 Klinisch inapparenter Tumor, nicht palpabel oder durch bildgebende Verfahren nachweisbar
T1a Inzidenteller Tumor: histologisch in 5% oder weniger des Resektionsgewebes nachweisbar
T1b Inzidenteller Tumor: histologisch in mehr als 5% des Resektionsgewebes nachweisbar
T1c Tumor identifiziert durch Nadelbiopsie bei z.B. erhöhtem PSA-Wert
T2 Tumor beschränkt auf die Prostata
T2a Tumor erfasst einen Seitenlappen mit weniger als 50%
T2b Tumor erfasst einen Seitenlappen mit mehr als 50%
T2c Tumor erfasst beide Seitenlappen
T3 Tumor überschreitet die Prostatakapsel
T3a extrakapsulärer Tumor
T3b Tumor infiltriert die Samenblase(n)
T4 Tumor ist fixiert oder infiltriert benachbarte Strukturen
*Union Internationale contre le Cancer

Tachykardie (griech. tachikardía, wörtl.: "die Schnellherzigkeit")
Herzrhythmusstörung mit beschleunigter Herzfrequenz

Tc99m, Technetium-99m, Tc-99m, 99mTc Radioaktives Isotop des Elementes Technetium (98TC) im metastabilen Zustand mit einer Halbwertzeit von 6,01 Stunden

TEP Abk. f. Totalendoprothese

Tesla Einheit der Magnetfeldstärke, die die Anziehungskraft eines Magneten beschreibt; benannt nach dem Physiker Nikola Tesla (1856-1943)

Thermotherapie Der Tumor wird mit Hilfe eines Lasers gezielt überhitzt, um Krebszellen abzutöten

Thorax Brustkorb

TNM-Klassifikation (Abk. f. tumor node metastasis) Internationale Tumor-Klassifizierung, die auf einem Codesystem aus Buchstaben und Zahlen basiert; T steht für die Größe des Primärtumor, N für das Fehlen oder Vorhandensein von Lymphknotenmetastasen und M für das Vorhandensein von Fernmetastasen. Die klinische und die pathologische - also postoperative TNM-Klassifikation (erkennbar an einem "c" bzw. "p" vor der TNM-Formel) differieren aufgrund der unterschiedlichen Beurteilungsmöglichkeiten. s. a. T1, T2, T3

Tomotherapie Kombination von bildgebenden Verfahren und Bestrahlung

Tonus Spannungszustand der Muskulatur, Unterscheidung zwischen Hypertonie (erhöhte Spannung, Krampf) und Hypotonie (verminderte Spannung)

Tracer Biologische Substrate (z. B. Zucker, Eiweißbausteine), die mit einer sehr geringen Menge von Radioisotopen (z. B. F18, C11) markiert sind, ohne dass ihre biochemischen Eigenschaften beeinträchtigt werden; in der Regel werden diese markierten Substrate intravenös injiziert und ihre "Spur" im Körper bis zur lokalen Anreicherung über die von ihnen ausgesandte radioaktive Strahlung verfolgt.

Trachea Luftröhre

Transversum (eigentlich Colon transversum)
Querdarm; querverlaufender Abschnitt des Kolon (Grimmdarm)

Tremor (lat. tremere = zittern)
Ein in natürlicher Weise oder krankhaft beeinflusstes Zittern