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Petersberger Gespräch

„Die Innovationsstrategie der GKV am Beispiel der PET/CT“

Petersberger Gespräch zum Aspekt der Innovationsimplementierung

Univ.-Prof. Dr. Dr. h. c. Peter Oberender/Dr. Jürgen Zerth

Wie kann eine adäquate Implementierungsstrategie für medizinischen Fortschritt im Gesundheitswesen aussehen? Diese Frage stand im Mittelpunkt des zweiten Petersberger Gesprächs zum Thema „Finanzierung des technischen Fortschritts: PET/CT in der praktischen Anwendung“ unter der Leitung von Prof. Peter Oberender (Universität Bayreuth) . Die Experten plädierten einheitlich für ein schnellstmögliches Herangehen an ein strukturiertes Entscheidungsverfahren im Rahmen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Der Bayreuther Gesundheitsökonom Peter Oberender legte in einem Einführungsvortrag die Grundproblematik der Implementierung moderner technologischer Verfahren dar. Deren Implementierung werde nochmals verschärft, wenn es sich um diagnostische Verfahren handelt, das Beispiel PET/CT könne hierfür Pate stehen. Die gesundheitsökonomische Beurteilung von Innovationsstrategien liege, so Oberender, auf der Hand. Einerseits zeigen verschiedene gesundheitsökonomische Studien deutlich, dass eine soziale Krankenversicherung produktive Innovationen begünstigt und Innovationen in den Organisationsprozess nachfrageseitig benachteiligt, wenn der einzelne Versicherte für die Diffusion einzelner Verfahren nur Ansatzweise monetär belastet ist und die durch die technologische Innovation begünstigte Mengenentwicklung auf die Versichertengemeinschaft überwälzen kann (Moral Hazard). Darüber hinaus wird gerade dieser Effekt bestärkt, wenn angebotsseitig ein Mengenwachstum durch fehlerhafte Anreizsysteme oder ungenügende Kostenverantwortung des Leistungserbringers befördert wird. Dazu kann noch das Qualitätsproblem angeführt werden, dass insbesondere durch ungenügende Struktur- und Prozessqualität bei der Umsetzung einer Produktinnovation gegeben sein kann.

Das vollständige Protokoll lesen Sie hier ...

Protokoll des ersten Petersberger Gesprächs am 29.01.2006

3.3._Protokoll_Petersberg_29.01.06.pdf